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KATWARN: Bevölkerungswarnsystem der Zukunft

Verfasst von Jürgen Draser am 06.06.2015


Die Sirene fängt an zu heulen und ebbt nach kurzer Zeit wieder ab. Der Dauerton, der zwei Mal unterbrochen wird und eine Dauer von einer Minute hat, zeigt den Feueralarm an. Früher wurden die Feuerwehrleute mit diesem Ton zum Einsatz gerufen und die Bevölkerung vor einer Gefahr gewarnt.
Bekannt sind die Sirenen aber überwiegend aus Kriegszeiten. Im Verteidigungsfall hatten die Sirenen die Aufgabe, die Bevölkerung vor Angriffen zu warnen. Sirenen zur Alarmierung sind allerdings seit geraumer Zeit zumindest für die Feuerwehrleute nicht mehr der Stand der Technik. Ersetzt wurde die Sirene durch den Funkalarmempfänger, der vielseitigere Möglichkeiten bietet.

Nachdem die Bedrohungslage durch die politischen Bündnisse nicht mehr zu bestehen schien, wurden auch wegen der knappen öffentlichen Kassen zunächst die Warnämter abgeschafft. Die Steuerung der Sirenen und die damit in Verbindung stehenden Kosten wurden auf die Landkreise und Kommunen übertragen.

In der Weiterstädter Kernstadt wurde in diesem Jahr die letzte Sirene abgeschaltet. Der Ersatz für das in die Jahre gekommene Gerät erschien auch hier zu teuer. Unterstützt wurde diese Entscheidung durch die Einführung eines neuen und zeitgemäßen Alarmierungssystems, dass auch auf die Bedürfnisse einer mobilen Gesellschaft angepasst ist: KATWARN.

Was ist KATWARN?

Das System wurde im Auftrag vom Verband Öffentlicher Versicherer durch das Institut Fraunhofer Fokus entwickelt.

Auf der Internetseite von KATWARN wird weiter ausgeführt: "KATWARN ist ein bundesweit einheitlicher Warndienst für das Mobiltelefon. Bei Unglücksfällen wie Großbränden, Bombenfunden oder Wirbelstürmen senden verantwortliche Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehrleitstellen oder der Deutsche Wetterdienst über KATWARN Warninformationen direkt und ortsbezogen an die Mobiltelefone der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. KATWARN bietet damit zusätzlich zu Lautsprecheransagen, Sirenen und Rundfunk Informationen, die lebenswichtig sein können."
Eine entsprechende APP steht über und für moderne Mobiltelefone zur Verfügung. Hierüber kann der Teilnehmer auch Warnungen erhalten, die sich auf den jeweils aktuellen Standort beziehen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.katwarn.de

Für Nutzer, die über kein Smartphone verfügen, steht alternativ eine eingeschränkte Funktionalität per SMS oder E-Mail zur Verfügung.

Dazu kann eine SMS an die Servicenummer 0163 755 88 42 mit folgendem Text gesendet werden:
KATWARN 12345 muster-mann@mail.de für Postleitzahl 12345 und optional E-Mail

- Warnungen nur zu einem Postleitzahlengebiet

- Eingeschränkte Funktionalität ? z. B. keine Warnungen des Deutschen Wetterdienstes DWD

- Servicenummer nur für SMS und nicht für Sprachanrufe

Die Anzahl der teilnehmenden kreisfreien Städte und Landkreise ist inzwischen recht groß. Auch der Landkreis Darmstadt ? Dieburg hat das Warnsystem seit 2012 eingeführt. In vielen Regionen ist eine Abdeckung mit dem Warnsystem gewährleistet.

Unser Tipp: Melden auch Sie sich zu dem Warnsystem unter www.katwarn.de an, damit Sie im Bedarfsfall gegebenenfalls wichtige Informationen zum Schutz Ihrer Gesundheit und Ihres Eigentums erhalten.

Terminankündigung: Am 20. September findet der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt statt. Im Rahmen der Veranstaltung informieren wir live über das Warnsystem.