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Das war ein eher ruhiges Einsatzjahr!

Verfasst von Jürgen Draser am 19.03.2017


Dieses Fazit zog Wehrführer Klaus-Dieter Hildebrandt bei der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt.
Zur Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt war für Freitag, den 17.03.2017 geladen worden und zahlreiche Gäste konnten von Wehrführer Klaus-Dieter Hildebrandt begrüßt werden. Neben der Landtagsabgeordneten Heike Hofmann und Bürgermeister Ralf Möller waren weitere zahlreiche Funktionsträger aus der Politik erschienen. Ebenfalls als Gäste begrüßen, durfte Hildebrandt den Stadtbrandinspektor Ralf Maurer, sowie die Wehrführer aus Gräfenhausen und Schneppenhausen.

In seinem Jahresbericht führte Hildebrandt aus, dass die Anzahl der Einsätze im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr rückläufig war. So konnten 129 Alarmierungen verzeichnet werden, die sich auf 30 Brandeinsätze, 58 Hilfeleistungen und 41 Fehlalarme verteilten. Bei 5 Einsätzen war die FF Weiterstadt überörtlich tätig. Die reinen Einsatzzahlen zeigten aber nicht den wahren Aufwand, der von den Einsatzkräften zu leisten sei. Vielmehr sei zu berücksichtigen, dass jeder Einsatz mit Zeit und Arbeit verbunden ist.
Die Wehrmänner und -frauen aus Weiterstadt waren, wie jedes Jahr, auch ehrenamtlich als Gerätewarte tätig. So wurden über das Jahr mehr als 1.400 Stunden für die Wartung und Reparatur von Feuerwehrgerätschaften geleistet. Das würde fast einer Jahresarbeitsleistung eines zusätzlichen Mitarbeiters entsprechen. Auch die Übungsdienste, sowie die Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene sind mit erheblichen Zeitaufwänden zu Buche geschlagen. Besonderen Dank sprach Hildebrandt in der Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr Merck aus. Hier fanden Ausbildungen in der Atemschutzstrecke und die Heißausbildung statt.

Erstmals wurden am Standort Weiterstadt drei Lehrgänge für Angehörige der Feuerwehren im Landkreis Darmstadt-Dieburg durchgeführt. Neben einem Grundlehrgang konnten zwei Lehrgänge für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen durchgeführt weden.

Hinsichtlich der Einsatzfähigkeit ist die Wehr in Weiterstadt gut ausgestattet. So konnten im letzten Jahr mit Hilfe der Stadt wieder wichtige Ergänzungsgeräte angeschafft werden. Sorgen bereitet nach wie vor die Situation des Gerätehauses. Hildebrandt sprach den Wunsch aus, dass der bereits von der Politik beschlossene Umbau und die Modernisierung des Gerätehauses zügig von statten geht.
Bürgermeister Möller führte dazu aus, dass aufgrund der Bausumme eine EU-weite Ausschreibung erforderlich sei, was den Zeitplan mit zusätzlichen 4 Monaten belasten würde. Er hofft, dass im Jahr 2018 mit der Maßnahme begonnen werden kann. Sowohl die Landtagsabgeordnete Hofmann als auch Vertreter anderer parlamentarischer Fraktionen betonten, dass bei der Vorplanung ein sehr gutes Ergebnis auf Basis einer offenen und konstruktiven Diskussion mit den Verantwortlichen der Feuerwehr erzielt worden sei. Eine große Rolle spielte dabei, ob der aktuelle Standort aufgegeben werden sollte. Aufgrund der Erreichbarkeit des Feuerwehrgerätehauses für die Einsatzkräfte und der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen, sei die Überlegung, an anderer Stelle neu zu bauen, ausgeschlossen worden.

Besonderen Dank sprach Hildebrand dem scheidenden Jugendfeuerwehrwart Alexander Bamberger aus. Er ist seit einiger Zeit als Bezirkssprecher der Kreisjugendfeuerwehr tätig. Als seine Nachfolgerin wurde einstimmig Jessica Görich gewählt; zum Stellvertreter wurde Stefan Zujovic ernannt. Auch Bamberger berichtete von der erfolgreichen Arbeit mit der Jugendfeuerwehr. Bei stabilen Mitgliederzahlen konnte im vergangenen Jahr ein Jugendlicher in die Einsatzabteilung übernommen werden.
Erfreulich ist auch die Mitgliederzahl der Kinderfeuerwehr ?Wasserdrachen?. Sahra Schmidt berichtete von den vielfältigen Aktivitäten und der guten Resonanz, sowohl von den Kindern, als auch der Eltern. In der Kombination mit der Jugendfeuerwehr sind hervorragende Grundlagen für die personelle Zukunft der Feuerwehr gelegt.