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Erfreulicher "Abschied"

Verfasst von Jürgen Draser am 17.09.2018


Am Sonntag, den 16.09.2018, standen die Türen des Feuerwehrgerätehauses in der Rudolf-Diesel-Straße für die Bevölkerung von Weiterstadt wieder sperrangelweit offen. Bei schönem Wetter verzeichnete die Feuerwehr einen Besucherrekord. Klein und groß, jung und alt waren der Einladung gefolgt und konnten spannende Momente erleben.
Neben den vielen Attraktionen stand dieses Mal eine Erlebniswelt zum Thema Feuer und Rauch in geschlossenen Räumen im Mittelpunkt.
In einem verdunkelten und abgehängten Container konnten sich die Besucher selbst ein Bild davon machen, wie die Sichtverhältnisse in einem brennenden Raum sind. Ausgerüstet mit Schutzkleidung bestand die Aufgabe darin, eine Person in dem kleinen Raum zu finden. Die Erfahrung der "Erkunder" war ernüchternd, war die Sichtweite gegen null und eine Orientierung nur mit dem Fühlen der Hände möglich. Die auf einem Bettgestell versteckte Puppe wurde in aller Regel nicht gefunden. Ein Grund mehr, den Testpersonen die Wirkungsweise der Wärmebildkamera zu zeigen. Dieses Gerät ermöglicht den Einsatzkräften im Ernstfall, sich in dunklen und verrauchten Gebäuden besser zu bewegen, da die verschiedenen Oberflächen und Personen unterschiedliche Wärmestrahlung durch die Kamera in Form von Umrissen angezeigt werden.
Ganz große Aufmerksamkeit fand der Brandcontainer, den eine andere Feuerwehr zur Verfügung gestellt hatte. Diesen Container hatten die Wehrleute mit Mobiliar ausgestattet. Hier wurde gezeigt, wie schnell es zu einer Entzündung kommen kann und warum Rauchwarnmelder so wichtig sind. Beim zweiten Versuch wurde die Brandstelle schon größer. Die Zuschauer konnten feststellen, wie schnell es zu einer Brandausbreitung kommt und wann der Rauchwarnmelder auslöst. Ab diesem Moment ist in aller Regel erst eine Brandgefahr erkannt. Und erst dann wird von der Person, welche die Notsituation erkennt, der Notruf 112 gewählt. Erläutert wurde, was nach dem Alarm durch die Leitstelle geschieht: Die Einsatzkräfte müssen erst das Gerätehaus erreichen, damit die Ausrüstung angelegt und die Fahrzeuge besetzt werden können. Ab dem Alarm durch die Leitstelle hat die Feuerwehr 10 Minuten "Zeit", mit dem ersten Löschfahrzeug die Einsatzstelle zu erreichen.
So konnten die Zuschauer erleben, wie sich der Angriffstrupp unter Atemschutz Zugang zu dem Brandraum verschaffte und mit der Brandbekämpfung begann.
Die Vorführungen wurden mit großem Applaus honoriert.
Ein Festtag war es aber auch für die vielen Kinder und Jugendlichen. Die Jungendfeuerwehr und die Kinderfeuerwehr "Wasserdrachen" hatten vielfältige Informationen und Angebote im Programm. Von der Hüpfburg, über eine Kletterwand bis zu einem Löschparcours war alles vorhanden, was Kinderherzen höherschlagen lässt.
Und so gebe es noch Vieles zu berichten, was an diesem Tag noch so alles geboten wurde.
Für den regen Besuch "Ihrer" Feuerwehr, möchten wir uns als Freiwillige Feuerwehr Weiterstadt bei allen Besuchern bedanken.
Es war voraussichtlich für die nächsten zwei Jahre der letzte Tag der offenen Tür, da das Objekt kurz vor der Sanierung steht. Diese Zeit wird eine Herausforderung für die Einsatzkräfte werden, da die Einsatzbereitschaft aus einer Baustelle heraus schwierig werden wird.
Wir freuen uns aber, wenn wir die Bürger unserer Stadt zur "Wiedereröffnung" der sanierten und erweiterten Feuerwehr zu einem späteren Zeitpunkt wieder begrüßen dürfen.